03.04. Newcomer des Jahres

Für viele Buchhandlungen ist der neueste Trend mit einem riesigen Abverkauf an Kochbüchern verbunden. Denn kochen ist in aller Munde. Wer es schafft als Fernsehkoch sich einen Namen zu machen, hat es geschafft.
Doch ist hier Masse gleich Klasse?
Ein Kochbuch sollte nicht nur als Verkaufsschlager gedacht sein, denn beim kochen spielt auch die gesundheitliche Seite eine große Rolle. Bei dem Slogan schmeckt nicht,
gibt’s nicht, kommt dann schnell der Beigeschmack egal was, Hauptsache es verkauft sich gut.
So schwingen viele neue Hobbyköche am heimischen Herd voller Tatendrang den Kochlöffel. War es früher verpönt seine Freunde zu bekochen, ist es heute fast ein muß ein vier Gänge Menü zu zaubern. Aus der hintersten Ecke des Bücherregals wird das
Kochbuch wieder heraus gesucht. So manche Hausfrau erkennt Ihren Gatten nicht mehr wieder. Mit Kochschürze und Topflappen bewaffnet wird aus der Küche schnell ein Schlachtfeld. Es wird gedünstet, überbacken und fritiert.
So wie das Öl in der Pfanne heiß wird, rollen die Schweißperlen auf des Gatten Stirn.
Jeder gutgemeinte Tipp prallt an dem Koch der neuesten Stunde ab. Denn steht im Kochbuch, nehmen Sie Kartoffeln, wären vielleicht Klöße halb und halb weitaus schmackhafter zum Sauerbraten. Doch dieser Ratschlag nimmt der neue Chef in der Küche einfach nicht an, perfekt soll es sein, dabei hat aber der Gaumen das letzte Wort.

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